www.agora-verlag.de | 23.6.17

30

 
Die Inschrift der Erde
Gedichte

88 Seiten
€ [D] 14,80,- € [Ö] 15,20,- sfr 23,50,-
ISBN: 978-3-87008-129-4

Angesichts ständiger planetarischer Katastropen, in einer Epoche der Desorientierung und des Umbruchs, erhellen diese Gedichte blitzartig den Zwiespalt heutigen Bewußtseins, das elementares Leben verneint, ja vernichtet, zugleich aber seine eigene Läuterung ersehnt. Die Erkenntnis, eine entscheidende Schwelle überschreiten zu müssen, prägt auch den poetischen Duktus, liefert ihm die mannigfaltigen Zerfallszeichen, damit er sie für die Augenblicke banne durch die Macht des Wortes. Eingebunden in rhythmisches Fließen, weisen sie zurück auf den verloren geglaubten Ursprung, die unsichtbare Mitte, wo sich Impulse zur Erneuerung, zum Wiederbeginn offenbaren. Hörbar wird der sonore Klang einer geistigen Erde, die alle Wesenheiten miteinander in Beziehung setzt. Der Vers selbst erscheint als ein Widerhall, ob er von Landschaft oder Körper, von Stein oder Stern spricht und dabei die Materie aufgrund ihrer ideellen Formen zu erfassen sucht. Seine Komplexität spiegelt verdichtende und steigernde Natur, bezeugt die schöpferischen Prozesse im Weltraum. Demnach sind die vorliegenden fünf Zyklen Rituale des Lichts, angesiedelt zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit, Muster eines umfassenden Gesetzes, dem der Mensch Dasein und Sinn verdankt.