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agora schriftenreihe 28

Konrad Merz
Der Mann der Hitler nicht erschossen hat [Ln.]
23 Erzählungen eines Masseurs
Mit einem Nachwort von Walter Huder

160 Seiten 21 × 13 cm Leinen
ISBN: 978-3-87008-060-0
19,50 € [D] / 20,00 € [AU] / 35,10 sFr


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1976 erschienen erstmals im Agora Verlag die Erzählungen des Berliner Emigranten Konrad Merz (1908-1999), der als kaum Dreißigjähriger im Queridoverlag (Amsterdam) 1936 seinen ersten Roman Ein Mensch fällt aus Deutschland veröffentlichte, in dem der Autor das Thema der Verfolgung der Juden im holländischen Untergrund literarisch vorstellt. So surreal, barock und ungewöhnlich ist sein Lebensweg: mit sechs Jahren verliert er bereits den Vater, im Ersten Weltkrieg kommt er ins Waisenhaus, danach Gelegenheitsarbeiter, Abendgymnasiast, Jurastudent, Vertreter. 1933 von der Universität, 1934 aus dem Lande gejagt, Mutter kommt ins KZ. In Holland erneut Gelegenheitsarbeiter, nach Kriegsausbruch im Untergrund. 1945 Entdeckung seiner Fähigkeiten als Masseur, ein Beruf, den er bis ins hohe Alter ausführt.

Rezension
Brillante Erzählungen vom wiedergeborenen Emigranten. Es ist Metz von seiner besten Seite; ein glänzender Stilist, unbarmherziger aber herzlicher Beobachter, erfüllt vom Heimweh und der Angst vor der Erinnerung. Es ist die Erwachsenheit der Emigration, die sich darin zeigt, daß man Abstand nehmen kann, Abstand von dem, was die Welt ist und dem, was man selber darin geworden ist. Das Lachen ist für Metz bedeutend, es kennzeichnet die Melodie seines Werkes. Er nennt sich selbst Humorist, so wie er auch Deutsch schreiben muß, weil seine Angstträume noch immer Deutsch sprechen.
Die Welt