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agora schriftenreihe 13/14

Manfred Schlösser (Hrsg.) Hans-Rolf Ropertz (Hrsg.)
An den Wind geschrieben
Gedichte aus den Jahren 1933-50

382 Seiten 21,5 x 23 cm Leinen
ISBN: 978-3-87008-004-4
22,00 € [D] / 22,60 € [AU] / 39,00 sFr


Menge:


Lyrik der Freiheit aus den Jahren 1933-45, die in der Verbannung, in Konzentrationslagern oder als Zeugnisse des Inneren Widerstandes entstanden ist. Aus Zeitschriften, Zeitungen aus in der Emigration erschienenen Bänden sowie aus unveröffentlichen Manuskripten wurden über 400 Gedichte ausgewählt und eingeleitet von Manfred Schlösser unter Mitarbeit von Hans-Rolf Ropertz.
In diesem Vermächtnis sind Zorn und Vergebung, Schuldsprechung und Trost, Schmerz und Verzweiflung zu einem beispiellosen Fresko vereinigt. Es zeugt von der Kraft und dem sittlichen Mut der deutschen Widerstandskämpfer, in ihm kommt das hohe Lied der Emigration ebenso zum Ausdruck wie die Gesinnungstreue und Reinheit christlicher als auch kommunistischer Kreise gegenüber der Nazibarbarei.

Unter den 176 Autoren finden sich unter anderen Beiträge von Stefan Andres, Hans Arp, Richard Beer-Hofmann, Werner Bergengruen, Ernst Blass, Ilse Blumenthal-Weiss, Werner Bodt, Dietrich Bonhoeffer, Felix Braun, Bert Brecht, Hermann Brom, Paul Celan, F. Th. Csokor, Bruno Frank, Erich Fried, Albrecht Goes, Ivan Goll, Oskar Maria Graf, Jacob Haringer, Albrecht Haushofer, Max Herrmann-Neisse, Ruth Hoffmann, Ricarda Huch, Georg Kaiser, Mascha Kaléko, Alfred Kerr, Jomen Klepper, Gertrud Kolmar, Theodor Kramer, Elisabeth Langgässer, Else Lasker-Schüler, Oskar Loerke, Paula Ludwig, Walter Mehring, Alfred Mombert, Arno Nadel, Nelly Sams, Hans Sahl, Eduard Saenger, Albrecht Schaeffer, Rene Schickele, Reinhold Schneider, Margarete Susman, Friedrich Torberg, Kurt Tucholsky, Fritz von Unruh, Franz Werfel, Günther Weisenborn, Alfred Wolfenstein, Karl Wolfskehl, Paul Zech, Carl Zuckmayer, Stefan Zweig.

Die Anthologie soll nicht nur ein Ehrenmal für die um Freiheit und Gerechtigkeit gemordeten Dichter, sondern auch ein Mahnmal zur Besinnung auf eine Verpflichtung sein, die uns hinterlassen wurde.

Rezension
Eines der erschütterndsten Bücher, die es auf der Welt gibt.
Aufbau, New York


Eine repräsentative Lyrik-Sammlung der Verfolgten und Verbannten hat bisher gefehlt. Diesem beschämenden Zustand hilft nun der Band ab. Manfred Schlösser hat ihn, wie die ganze literarische sehr anspruchsvolle Reihe, herausgegeben und mit einer eindringlichen Einleitung versehen. . .
DER TAGESSPIEGEL, Berlin


Erschütternd sind die Klagen vieler Emigranten über den Verlust der deutschen Sprache, Klagen wie über den Tod einer Mutter. . .
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, München