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erato presse 8

Kurt H. Wolff
Von Einhorn zu Einhorn
Eine phenotypische Darstellung unikorner Verwandlungen in Wort und Bild
Satirische Zeichnungen und Texte

40 Seiten Broschur
ISBN: 978-3-87008-030-3
20,00 € [D] / 20,60 € [AU] / 35,60 sFr



Menge:


Das Gekrös, das gleich anheben wird, sich aus dem unerschöpflichen Füllhorn des Geistes zu wälzen, bedarf kurzer Vorstellung bzw. Vergegenwärtigung.
Sollte man etwa erfahren wollen, wieso (das ebengenannte Gekrös solcher Vorstellung bzw. Vergegenwärtigung bedarf, so sei die Antwort klippst und klarst: ei damit ein köstlicher Zuckerguß es überträufe, eine authentische Patina ihm zuwachse, die es umschillere - jetzt, oder auch erst (und wieder) nach Einverleibung seines Erlebnisses!
Denn wenn auch schon auf den nächsten Seiten, so liegt es (das, worauf inzwischen bereits zweimal Bezug genommen) doch, pedantisch und prosaisch genommen, in der Zukunft, welche demnach soeben anvisiert wurde. Jedoch verlassen wir sie schon wieder, und zwar zugunsten der Vergangenheit! Gewiß, es muß zugegeben werden: die Vergangenheit ist ebenso unergründlich wie die Zukunft. Aber ungleich der Zukunft kann die Vergangenheit in Edelmomenten er-, ja in deren edelsten sogar begriffen werden.
Ein solcher Edelmoment (schier gang-und-gäbste Schamrötlichkeitverbietet, seinen wirklichen Namen auszusprechen, welcher, verräterisch sei's getuschelt, "Edelstmomept", ist) - ein solcher Edelmoment war des Einhorns drolliger Einfall. Ja, aber was es mit den Zeiten, oder tempora, nicht so auf sich hat! Dieser Einfall war (ist, wird) auch ein Träumelein (sein) vollkommen atemporaler Freude, ein schon völlig zeitloser Jubel, der jetzt eben (!) seinen Zuckerguß (womöglich gar seine Patina) erhält!
Nein, nein: nichts hat er zu tun mit sei's der Mythik, sei's der Psychik, sei's der Pharmazeutik des seit Millennien vielerorts so sehnlich Beschworen-Erfabelten (des Unikorns). Ganz im Gegenteil ist, was nun vorgeht, die Demonstration des Vorgangs (etwa wie im Kommenden das Denkmal- man suche es! Ja, es ist Nummer so-und-soviel! -nur sich selbst symbolisiert), in dem es sich überhaupt erst konstituiert. Dessen Identifikation allerdings fällt dem auto¬biographisch geschulten Sinn, Sinnen und Ansinnen des allenfalls danach Fragenden zur Last. Möge sie - zutiefst sei's gewünscht! - eine so recht frohe und freudige Last sein!
Gleichzeitig aber kann dieser Einfall (natürlich in seiner hier verwortet-bilderten Objektivation) auch als Geschenk zu einer reichen Anzahl von markanten Gelegenheiten verwendet werden- Geburt, Taufe, Beschneidung, allerlei der Hochzeit vorangehenden rites de passage, zur Hochzeit selbst, zur Geburt- und damit sind wir schon bei der nächsten Generation - des ersten, zweiten, dritten usw. [Vorsicht! ] Kindes, welchen Geschlechts auch immer.