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erato presse 17

Walter Rheiner
Kokain und andere Prosa
Mit 7 Zeichnungen von Conrad Felixmüller und einem Nachwort von Walter Huder

92 Seiten Kartoniert
ISBN: 978-3-87008-077-8
18,00 € [D] / 18,50 € [AU] / 32,00 sFr


z. Z. vergriffen / wird wiederaufgelegt

Walter Rheiner (1895-1925) gehört zu den Vergessenen unter den expressionistischen Dichtern der Dresdner Künstlergruppe um die Zeitschrift „Menschen“, die er eine Zeitlang herausgab. In Köln geboren kam er zur Zeit des Ersten Weltkrieges nach Berlin, wo er sogleich in Franz Pfemferts Zeitschrift „Aktion“ mitarbeitete. Im „Romanischen Café lernte er die Dichter- und Künstlerfreunde kennen, mit denen er eng verbunden blieb. Felixmüller, Friedländer/ Mynona, Claire und Iwan Goll, Else Lasker-Schüler, Hasenclever, Meidner und viele andere. In Felix Stiemer fand er sehr bald seinen Verleger. Sein gedrucktes Werk ist angesichts seines frühen Freitodes schmal, aber komprimiert. Die Novelle Kokain entstand im Juli 1918 in Berlin. Sie ist mehr als ein biographischer Schlüsseltext, mehr als existentielles Bekenntnis ihres Autors, also mehr als eine literarisch gefaßte Selbstanalyse im Sinne Freuds. Sie charakterisiert sich vielmehr als psychische Topographie eines zum Paradigma gewordenen Ballungszentrums der Dekadenz einer Großstadt.

Rezension
Kokain zählt zu den besten literarischen Texten, die an der Schwelle zu den goldenen 20er Jahren entstanden sind. Conrad Felixmüllers ekstatisch anklagenden Zeichnungen legen auf ihre Weise die Tragik des von der Gesellschaft Geächteten frei und mahnen keineswegs nur den von Narkotika Abhängigen.
FAZ