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agora schriftenreihe 20/21

Hans Schiebelhuth
Werke I/II
Hans Schiebelhuth
Herausgegeben von Manfred Schlösser

2 Bde. 800 Seiten 24,1, x 13 cm gebunden
ISBN: 978-3-87008-009-9
48,00 € [D] / 49,90 € [AU] / 85,00 sFr



Menge:


Hans Schiebelhuth (1895-1944) wird hier erstmals als ein Dichter vorgestellt, der neben Else Lasker-Schüler, Theodor Däubler und Oskar Loerke zu den beachtenswerten Sprachschöpfern der nachexpressionistischen Epoche gehört.

Als Übersetzer der Werke von Thomas Wolfe wurde er berühmt, doch als selbständiger Dichter blieb er weitgehend unbekannt. Mit der Kenntnis und unter Verwendung der expressionistischen Erneuerungen bereichert er den Naturlyrismus um neue Töne, in denen barocke Formen ebenso wie dadaistische Klangexperimente nachschwingen. Übertragungen nach Li Tai-Po und eine Auswahl aus den Gedichten von Carl Sandburg beschließen den Band I, der alle gedruckten und ca. 400 Gedichte aus dem Nachlaß enthält.

Im Band II sind Prosaaufzeichnungen (über Lessing, zum Lob der Provinz, über Märchen u. a.), Theaterkritiken zur Zeit Gustav Hartungs (1920-23), Briefe an Ludwig Berger, E. M. Engert, Gerhart Hauptmann, Ernst Kreuder, Ernst Rowohlt, Fritz Usinger, Kurt H. Wolff, Karl Wolfskehl, Carl Zuckmayer u. a. vereinigt.

Der umfangreiche Anhang enthält ausführliche Kommentare zu allen Gedichten, den Briefen und Kritiken, eine Gesamtbibliographie, Bildnisse und Faksimiles sowie einen Deutungsversuch des Herausgebers.

Rezension
Wir haben einen Menschen vor uns, dem der seltenste Sprachreichtum erlaubte, jede Regung des Herzens, des Gemütes, auch des Tiefsinns, auch der Einsamkeit im Wort auferstehen zu lassen. „Eigentlich ist das Leben für mich nur lyrisch sagbar.“ Dies ist wohl die beste Legitimation seiner Existenz, sie hat eine das „Welt-Glück umarmende“ (Usinger) Sprachgewalt, die in ihrer Güte die Schwermut nicht ausschließt.
Benno Reifenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung