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das künstlerische kinderbuch 7

Regine Vollmer
Die Störche ziehn ins ferne Land
Ein Bilderbuch
Herausgegeben von Monika Schlösser-Fischer

32 Seiten • 15 ganzs. 4farbige Illustrationen 24 X 30 cm Hardcover mit 4farbigem Überzug
ISBN: 978-3-87008-100-3
15,00 € [D] / 15,45 € [AU] / 23,25 sFr

Menge:


"Die Störche ziehn ins ferne Land" ist ein Bilderbuch, das den geheimnisvollen Flug der märchenumwobenen Zugvögel beschreibt, die zweimal im Jahr den halben Kontinent, Tschechien, Ungarn, Rumänien, die Türkei, Israel, Ägypten und Afrika überfliegen.
Im Band der Reihe „Das künstlerische Kinderbuch“ legt der Verlag erstmals ein unveröffentlichtes Werk aus dem Jahre 1938 vor, während es sich bei den bisher erschienenen Bänden um Nachdrucke handelt. Das Thema stellt einen Beitrag zur Friedensarbeit dar, in einer Zeit, in der unseren Kindern die Notwendigkeit zur friedlichen Koexistenz aller Völker verschiedener Kulturen und Lebensformen vermittelt werden und in der jeder Einzelne mitwirken sollte, der Zerstörung der Natur Einhalt zu gebieten.

Regine Vollmer, 1909- , kam als junge Lehrerin nach Freiburg in das Haus des jüdischen Phänomenologen Edmund Husserl. Während die erbarmungslosen Schergen im fünften Jahr ihrer Herrschaft Angst und Schrecken verbreiteten, konnte sie die Witwe des 1938 verstorbenen väterlichen Freundes schützen. Regine Vollmer entwickelte an seinem Schreibtisch die Idee zu einer „naiven“ Bildfolge, die den Gedanken an Freiheit und Toleranz von Edmund Husserl, an Völkerverständigung und an die Hoffnung von Frieden symbolisieren sollte. Der Vogel der Kinder, der alle Grenzen überwindende Storch, überall mit Freuden empfangen, geliebt und bewundert, dessen jährlich wiederkehrendes Flugziel ein Vogelparadies im fernen Südafrika ist.

So belegen die 15 Aquarelle eine geistige Haltung, die durch das Elternhaus Regine Vollmers geprägt wurde.
Es ist verständlich, dass diese Blätter in der damaligen Zeit nicht veröffentlicht werden konnten. Sie wurden stattdessen in der „Familienschatzlade“ aufbewahrt und stellen für die später geborenen eigenen Kinder eine wohlbehütete Kostbarkeit dar. Die Autodidaktin weist zeichnerische Fähigkeiten auf, die kaum allein aus der Belegung zweier Kurse für Aktzeichnen und Schriftgestaltung in der Jugend erklärt werden können.

Ihr Vater, Paul Jensen, war Direktor des Physiologischen Instituts in Göttingen, die Mutter Elsbeth Reinhardt bei Wilhelm Trübner ausgebildete Malerin.

Rezension
Der Agora Verlag, der sich bisher um Nachdrucke künstlerisch wertvoller Bilderbücher verdient gemacht hat, hofft mit diesem 1935 entstandenen, seinerzeit zum Druck nicht genehmigten Band einen ‘Beitrag zur Friedensarbeit‘ zu leisten. Eine ehrgeizige Absicht und ein schönes Kinderbuch.
FAZ