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canon 7

Kasim Egit
Ferdinand von Saar
Thematik und Erzählstrukturen seiner Novellen

164 Seiten 21 × 14,2 cm Linson
ISBN: 978-3-87008-098-3
22,00 € [D] / 22,70 € [AU] / 39,00 sFr



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Der Interpret beweist, daß Ferdinand von Saar einer der ganz großen Erzähler des 19. Jahrhunderts ist.

Saar stammte aus einer geadelten Beamtenfamilie, der Vater starb jedoch kurz nach seiner Geburt. Die Mutter zog zurück in ihr Elternhaus, wo Ferdinand zusammen mit seinem Vetter, dem späteren bildenden Künstler August von Pettenkofen erzogen wurde.
Er besuchte in Wien die Volksschule, dann die Stadtschule der Schotten und ab 1843 deren Gymnasium.
1849 trat er in das Heer ein und wurde 1854 Leutnant. 1860 beendete er seine Offizierslaufbahn um sich der Literatur zu widmen. Hohe Schulden aus seiner Militärzeit führten jedoch in den Folgejahren zu mehreren Haftstrafen.

1871 wurde er durch adlige Gönnerinnen aus der drückendsten Not befreit.

1877 brachten die Novellen aus Österreich breitere Anerkennung. Zum größten Publikumserfolg wurden 1893 die Wiener Elegien. Drei Jahre zuvor hatte Saar den Franz-Joseph-Orden verliehen bekommen, 1902 wurde er Mitglied des Herrenhauses des Österreichischen Reichsrates.
Die letzten Jahre waren jedoch durch Krankheit und vor allem schwere Depressionen gekennzeichnet. Nachdem schon seine Ehe 1884 mit dem Suizid seiner Frau tragisch gescheitert war, beendete auch Saar 1906 sein Leben durch eigene Hand.
Saar darf neben Marie von Ebner-Eschenbach als der bedeutendste realistische Erzähler der österreichischen Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts gelten. Seine Werke zeichnen sich durch humanistischen Ethos und Sozialkritik aus.
Er ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Döblinger Friedhof (Gruppe 26, Nummer 33) in Wien.