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Adolf Diamant
Chronik der Juden in Dresden
Von den ersten Juden bis zur Blüte der Gemeinde und deren Ausrottung

XVI, 524 Seiten, 50 Abbildung(en) Leinen
ISBN: 978-3-87008-032-7
75,00 € [D] / 77,25 € [AU] / 150,00 sFr


Das Buch, zu dem Robert M. W. Kempner, der einstige US-Hauptankläger im Nürnberger Prozess, ein Vorwort schrieb, geht streng historisch vor und beginnt mit dem Mittelalter: In der 1206 erstmalig in Urkunden erwähnten Stadt Dresden, deren Stadtcharakter eine weitere Urkunde von 1216 bezeugt, werden im Jahre 1375 bereits jüdische Bewohner, 1377 erstmalig eine Synagoge erwähnt.
Von etwa 1550 bis zum Ausgang des folgenden Jahrhunderts sind keine Juden in Dresden nachweisbar. 1694 bestieg August der Starke den kurfürstlichen Thron Sachsens und 1697 wurde er zum König von Polen gewählt. Unter ihm und protegiert von ihm entstand die moderne Dresdner Judengemeinde, deren eigentlicher Vater der kursächsische Resident im Niedersächsischen Kreis, Berend Lehmann aus Halberstadt war.
Als August des Starken Sohn, der König-Kurfürst August III., starb, lebten schon 803 Juden in Dresden. Es wurde nun das Amt eines "Judenbestellers" eingerichtet. Die napoleonische Zeit - Sachsen war nach 1806 mit Frankreich eng verbündet - wirkte sich für die Emanzipation der Juden günstig aus.
Diamant schildert das trotz einer ersten antisemitischen Welle um 1880 rasche Wachstum und die Blüte der jüdischen Gemeinde in Dresden. Mitte der 1920er Jahre lebten 5120 Israeliten in Dresden. Noch 1935 war die Gemeinde optimistisch genug, eine Erweiterung der einst von Semper erbauten Synagoge vorzunehmen. Wenige Jahre später war sie durch Deportation und Mord so gut wie ausgelöscht.
"So kommt der Dokumentation eine über das Lokale hinausgehende Bedeutung zu. Das Werk ist ein Denkmal, ein Beitrag zur Geschichte des Holocausts und eine Fundgrube zugleich."
(R.M.W. Kempner)

Adolf Diamant, 1924 in Chemnitz geboren, brachte 1970 eine "Chronik der Juden in Chemnitz, 1971" "Zur Chronik der Juden in Zwickau" heraus. Der Autor lebt in Frankfurt.