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agora schriftenreihe 22/23

Manfred Schlösser (Hrsg.)
Das Volk braucht Licht
Frauen zur Zeit des Aufbruchs 1790-1848 in ihren Briefen
Mit zeitgenössischen Scherenschnitten

794 Seiten • 22 x 13 cm geb.;
ISBN: 3-87008-013-2
0,00 € [D] / 0,00 € [AU] / 0,00 sFr


vergriffen

Die schönsten Briefe von 16 bedeutenden Frauen sind in diesem Band vereinigt, lebendiger Abglanz einer bewegten Epoche, der Zeit zwischen 1790 und 1850.
Wir erfahren vom Liebesglück und -leid Charlotte von Steins und Susette Gontards, von der Not der wegen ihrer revolutionsfreundlichen Haltung verhafteten Caroline Schlegel, lesen den erschütternden Bericht Johanna Schopenhauers über die Kriegsdrangsale der Stadt Weimar und der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Wir erleben, wie Rahel Varnhagen 1813 in Prag sich für die Verwundetetn aufopfert und wie sie visionär der Verlust der bereits erreichten Gleichberechtigung der Juden unter den Deutschen voraussieht.
Allen Briefeschreiberinnen gemeinsam ist die Sorge um die unterdrückte Menschenwürde, ein jede versucht leidend oder aufbegehrend veraltete Formen der menschlichen Gemeinschaft zu sprengen.
Doch nicht nur den "Sternstunden der Menschehit" künden diese intimen Zeugnisse persönlichen Erlebens, sondern ebenso auch von den kleinen und großen Nöten des Alttags, von den Sorgen der Frau Rat Goethe um die Eßkastanien, die sie ihrem Sohn schickt, von der Unzufriedenheit Caroline Herders und ihres Mannes Liebeskummer einer Günderrode, wie der leidenschaftlichen Rahel Levin, spätere Frau Varnhagen von Ense.

Ausgewählt und eingeleitet von Günter Jäckel
Kommentiert und Nachwort Manfred Schlösser