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Kurt H. Wolff

KURT H. WOLFF (1912-2003) in Darmstadt geboren, studierte bevor ihn der "Gröfaz" aus dem Land seiner Väter vertrieb, Germanistik, Romanistik, Philosophie und Soziologie. Die Zeit gebot ihm, nach einem oft zitierten Johanneswort seines Lehrers Karl Mannheim, keinem Geist zu glaueben, sondern ihn erst zu prüfen, um dem Prinzip Lüge auf die Spur zu kommen. Er wurde Professor für Soziologie an verschiedenen Universitätn der vereinigten Statten und war Gastdozent in Rom, Oslo, Freiburg, Frankfurt und Paris.
Nur nebenbei, wenn, dann aber intensiv wurde der künstlerischen Ambition Tribut gezollt. Im Laufe der Jahre entstanden hunderte von Zeichnungen, es entstanden Gemälde, Romane, Erzählungen, Aphorismen und Satiren. Kurt H. Wolff lebte bis zu seinem Tod im Jahre 2003 in den USA.

Kurt H(einrich) Wolff erblickte was sich 21 Jahre später in die Dunkelheit der Welt verwandelte - selbstverständlich in Darmstadt, welches ihm inzwischen unaussprechlich längst verlorene Heimat war, bis er es beim Anbruch des Schauders verließ. Das Haus, in dem er geboren wurde (Rheinstraße 46), das Realgymnasium, das er "durchmachte und wo er zwei außerordentliche Lehrer hatte - Como in Geist und Machermer in Kunst -, sind zerbombt und ersetzt worden, sein Bruder und dessen Frau unersetzlich vergast, aber der Datterich, der noch immer in ihm schwelt, baut auf die Unsterblichkeit seiner Vaterstadt. Von der aus studierte er in Frankfurt, wo der inzwischen auch längst verstorbene Karl Mannheim sein größter Lehrer war. Kurz nach Ausbruch dessen, zu dem Karl Kraus nichts einfiel, ging er nach Italien, wo er 1935 promovierte, aber einpaar Jahre später nicht mehr bleiben konnte, denn das tausendjährige hatte dem auferstandenen römischen Reich die Einfuhr des Antisemitismus befohlen.
Seitdem lebte er in den Vereinigten Staaten, wo er als Universitätsprofessor die von ihm allerdings breitverstandene Soziologie pflegt, mündlich und schriftlich, wovon auch zwei deutsche Bücher (Luchterhand 1968) Kunde geben. Dabei setzt er sein Zeichnen und Malen, dem er seit seinem sechsten Lebensjahr verschrieben ist, munter fort und hat auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß manche seiner in der Muttersprache verfaßten Frühwerke noch vor seinem Tod gedruckt werden.


Weiterführende Links:
• Von Einhorn zu Einhorn