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Erich Mühsam

Erich Mühsam ( Berlin 1878-1934 KZ Oranienburg) wurde ein Opfer der Nationalsozialisten. Seine leidenschaftlich gelebten und beschriebenen Ideale wurden ihm zum Verhängnis: 1934 wurde er im Konzentrationslager Oranienburg erhängt; es sollte wie Selbstmord aussehen. Er verriet nie seine Prinzipien, selbst als sein Leben davon abhing. Auch in seinen zahlreichen Gedichten, journalistischen Texten und in den beiden von ihm herausgegebenen Zeitschriften, in „Kain“ und „Fanal“, kämpfte er unermüdlich für soziale Gerechtigkeit. Ein Leben für die Revolution.
Ab 1909 wohnt Mühsam in München-Schwabing und ist eine Zentralfigur der Schwabinger Bohème. Er freundet sich mit Lion Feuchtwanger, Heinrich Mann und Frank Wedekind an. Er kritisiert den preußischen Militarismus und den ersten Weltkrieg und wendet sich gegen die Scheindemokratie des Kaiserreiches. Mühsam ist als radikaler Verfechter des Rätesystems und als Mitglied der Münchner Räterepublik an der Novemberrevolution beteiligt. Ein Jahr später wird er aus diesem Grund zu 15 Jahren Haft verurteilt. 1926 gründet er die Zeitschrift „Fanal“. Sein Ziel war es, besonders die Arbeiter dazu aufrufen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


Weiterführende Links:
• Handzeichnungen und Gedichte