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Burckhardt Lindner

Prof. Dr. Burkhardt Lindner hat sich im Rahmen der germanistischen Literaturwissenschaft (sowie der Medienwissenschaft) wiederholt mit dem Verhältnis von Literatur und Bildender Kunst und mit kultursoziologisch/psychoanalytischen Fragestellungen befaßt.
Er widmet sich in letzter Zeit dem bei Freud ungeklärten Problem des Verhältnisses von Text (Sprache, Schrift) vs. Bild ('präverbale' Vorstellung, Imago, Rebus, Traum) und den Problemzugängen durch poststrukturalistische Theorien (Lacan, Derrida) und gestaltpsychologische Theorien (Arnheim).
Er untersuchte in Publikationen zu JEAN PAUL, zu den "Nachtwachen des Bonaventura", zu Heine und zu Brecht literarische Formen des Komischen und der Satire im Blick auf eine subversive Kultur des Witzes (Jean Paul) bzw. einer Lachkultur (Bachtin), in der sich kulturell und politisch Verdrängtes geltend macht. Ein spezielles Interesse galt der Autorenrolle/der Auktorialität als einer nicht allein juristisch-hermeneutischen Instanz, sondern einem seit dem neuzeitlichen Geniebegriff dominanten psychischen Phantasma, das sich im Werk inszeniert. Er hat sich ebenso mit der rührenden/kathartischen Affektgestaltung des Tableau im Drama und Roman der empfindsamen Aufklärung und des Sturm und Drang beschäftigt.
Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt gilt seit 1971 dem Werk Walter Benjamins, das hier vor allem im Blick auf Benjamins Theorie der Allegorie als Ausdrucksform der Melancholie und auf seine kunstgeschichtlichen Quellen (Panofsky/Saxl; Giehlow) thematisch wird. Schließlich sind für das Graduiertenkolleg seine Arbeiten über den Exilautor Peter Weiss relevant, der zugleich als Erzähler, Dramatiker, Maler und Filmer hervorgetreten ist. Hier geht es um "Halluzinatorik" und "Anästhesie" als Quellen künstlerischen Schaffens sowie um psychogenetische Deutungen von Werken bildender Kunst, die den Diskurs einer politischen "Ästhetik des Widerstands" bestimmen


Weiterführende Links:
• Jean Paul [Br.]