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Alexander von Bernus

Alexander von Bernus (1880–1965) war Dichter und Alchymist.
Er entstammte einer Frankfurter Patrizierfamilie, die über die Familie Schlosser mit der Familie Goethe verwandt war. Die vier ersten Jahre verbrachte er in England, danach lebte er – schon in jungen Jahren eine berühmten Literaturzirkel unterhaltend – auf Stift Neuburg bei Heidelberg. Ab 1902 in München, wo er Mitherausgeber der Zeitschrift "Freistatt" wird.
Bereits mit 23 Jahren trat er mit eigenen literarischen Werken in die Öffentlichkeit und hatte sofort Erfolg. Sein erster Gedichtband heisst »Aus Rauch und Raum«.
Von 1907 bis 1912 betrieb er zusammen mit Will Vesper, Karl Wolfskehl, Rolf von Hoerschelmann, Karl Thylmann und Emil Preetorius unter anderen ein eigenes kleines Theater, die »Schwabinger Schattenspiele«.
1912 lernte er Rudolf Steiner kennen, mit dem ihn bis zu dessen Tode eine enge Freundschaft verband. 1916 bis 1920 gab er die Zeitschrift »Das Reich« heraus, bei der Rudolf Steiner der bedeutendste Mitarbeiter war. Im Laufe seines Lebens veröffentlichte Alexander von Bernus über zwanzig Gedichtbände, schrieb Novellen, Schattenspiele, Stücke, Mysterienspiele, Prosatexte und ein bedeutendes alchymistisch-naturwissenschaftliches Werk »Alchymie und Heilkunst«.
Neben der dichterischen Tätigkeit widmete er sich der naturwissenschaftlich-alchymistischen Forschung. Im Jahre 1921 gründete er sein eigenes alchymistisch-spagyrisches Laboratorium.

Alexander von Bernus' Leben und Werk zeugen von einer reichen Persönlichkeit, die viele Talente vereinigte. Er war Mitglied des PEN und der Akademie für Sprache und Dichtung und stand immer in Kontakt mit anderen schöpferischen Geistern seiner Zeit. Mit seiner dritten Frau Isa von Bernus, geb. Oberländer lebte und arbeitete er 35 Jahre lang, bis zu seinem Tode im Jahr 1965, zusammen.


Weiterführende Links:
• Das schwarze Bilderbuch